August 08
16.08.2008 07:14

Ein wohltoniertes Willkommen meine lieben Leserinnen und Leser.
Nun hat es die BarbieBar doch tatsächlich bis ins verflixte siebente Jahr geschafft. Nein, ihr braucht euch jetzt keine Sorgen um den Weitererhalt der rosafarbensten (Dr. Duden, vergib mir!) Bar Berlins zu machen. Rein statistisch gesehen gehen die meisten Ehen schon im 5. Jahr in die Brüche und das ist ja schon 2 Jahre her. Ich sehe das ganze eher als Zahlenmystik, mit der die Menschheit versucht, komplizierte Dinge zu einer Formel zu vereinfachen.
Meine Formel hingegen lautet: Ich habe verflixt noch mal immer Spaß, wenn ich die BarbieBar besuche und ich finde, die Begriffe "BarbieBar" und "Langeweile" stammen aus verschiedenen Universen - sie im Zusammenhang zu erwähnen, führt zu einem zweiten Urknall.
Zugegeben, es mag auch Menschen geben, die jedes Wort auf die Goldwaage legen und sich noch dran aufhängen, um sie noch gewichtiger zu machen - diese Pseudo-Gehirn-Inhaber prasseln jedoch an mir ab, wie der Regen von meinen imprägnierten Zweithaar-Frisuren...
Ich wünsche der BarbieBar alles Liebe und Gute für die nächsten sieben Jahre. Auf dass sie die Nichtraucher-Debatte und die Überraschungs-Ei-Krise unbeschadet übersteht und sich hohen Hauptes den wahren Aufgaben stellt, die wir Gäste an sie stellen: eine nette, gemütliche und manchmal verrückte Bar zu sein, in der Mensch sich einfach nur wohlfühlt!!!
Da ich als Glossographin nicht nur von vor den Kulissen berichte, sondern auch einen kleinen Einblick hinter die Scheidewände dieses Vergnügungstempels werfen darf, habe ich mir einmal die Arbeit gemacht und grob zusammengerechnet, was in den letzten Jahren so alles über den Tresen, durch die Vitrine oder auch in die Kanalisation gegangen ist:
Während die Eiswürfelmaschine bis dato 14,58 Mrd. Würfelchen vor sich hin gespuckt hat, backte die fleißige Schlachterin 1042 Kuchen, Torten oder andere leckere Hüftverbreiterungen. Diese wurden prozentual betrachtet 43 mal mit, 56 mal ohne Sahne bestellt, 0,9 mal nur halb aufgegessen und 0,01 mal erst gar nicht angerührt.
In den verwichenen sieben Jahren wurden 6 Weißwürste, 3 Brezeln und 12 Enzian über den Tresen gereicht. Diesen Zahlen stehen 250 kg Erdnüsse, 583 Tüten Chips, 12,29 Mio. Kekse und 7173,54 Liter Vodka (mir sei Dank...) gegenüber.
Über 70 mal verwandelte sich die BarbieBar in eine Partyhöhle, in einen (Vor-) Lesesaal oder in eine billige Travestie-Spelunke.
Unzählige Male verwechselten die Gäste die Toiletten, verwechselten die Schüssel mit dem Boden aber nur einmal verwechselte ein Gast die im Garten stehende Birke mit einem Taxi...
Für diejenigen, die am Samstag unpässlich sind, ihre spießige Erbtante zu Besuch haben oder mir am Samstag ein ärztliches Attest oder eine Entschuldigung der Eltern vorlegen können, habe ich noch 7 Fragen aus meinem Strasshalsband gezaubert, deren Lösungen ihr mir bitte bis zum 10. September mailen müsst, um einen netten Preis (lasst euch überraschen) zu erhaschen.
1. An welchem anderen Ort sollte die BarbieBar ursprünglich eröffnen?
a) Im Europacenter
b) Am Potsdamer Platz
c) In der Bergmannstraße
d) In Steinstücken
2. Wen seht ihr auf dem Bild?
a) Madonna
b) Ruth Handler
c) Meine Oma
d) Maria 2000
3. Wer stürzte bei einer Performenz von der BarbieBar-Bühne und tat sich nichts?
a) Tilly Creutzfeldt-Jakob
b) Camelia Light
c) Kaey Terring
d) Gérome Castell
4. Wer war die erste Miss Highest Hair?
a) Ivana Trump
b) Patsy Stone
c) Namen vergessen
d) Vera Titanic
5. Wie kam die BarbieBar zu ihrem Namen?
a) Schlachterin war als Kind schon von diesem Flittchen begeistert
b) Früher befand sich in den Räumen der BarbieBar ein Spielzeugladen
c) der Name stammt aus einem Film
d) Ich heiße mit Zweitnamen Ken
6. Wie heißt die neue Gesundheits-Limonade in der BarbieBar?
a) Bionaturelle
b) Aloha
c) Limmi
d) Limmo
7. Wen seht ihr auf dem Bild?
a) Ruggero
b) Schlachterin
c) Linda
d) Divine
Lasst es krachen!
Eure Linda von Tennstaedt
PS.: Sende eine SMS mit "Bulle" an die 110 und lerne nette Boys aus Deiner Umgebung kennen!


