Lindas Lipglosse
Okt 2007

Oktober 07

monopoly
Rien ne vas plus meine lieben Leserinnen und Leser.

Paris wurde enterbt, Britney darf ihre Kinder nicht mehr sehen, Bill ist nicht schwul, Lord Voldemort ist schwul und mir ist auch schon ganz schlecht. Als mir meine Hausärztin letztens etwas mehr Sport nahe gelegt hatte, entschied ich mich, im Sport-TV nach einer für mich passenden Sportart zu suchen. Die dort gezeigten Sportarten wie Synchronschwimmen oder Turmspringen waren ja ganz nett anzusehen, für mich jedoch erst realisierbar, wenn mein Badeanzug 12 Nummern kleiner ist. Für Segeln oder Wasser-Ski kann ich mich auch nicht begeistern, da ich als Kind meine Ferien bei meiner Tante am Steinhuder Meer verbrachte, die dort einen Wassersport-Club betrieb und mich als billige Aushilfskraft missbrauchte. Die einzige Sportart, die mein Gefallen finden würde, wäre Seepferdchen-Voltigieren. Leider muss diese noch erfunden und ein passender Ort dafür aufgetrieben werden. Sämtliche Mannschafts-Sportarten scheiden bei mir generell aus, da ich mit meiner schlimmen Soziophobie nicht in der Lage wäre, auch nur einen konstruktiven Beitrag zum Gewinnen eines Spieles beizutragen.. Und vor peinlichen Auftritten unter der Gemeinschafts-Dusche möchte ich auch verschont bleiben. Aufgeschaut habe ich, als ich auf Euro-Sport plötzlich auf eine Gruppe schick gekleideter Kartenspieler stieß. Mir war der ganze Rummel um Poker nicht entgangen – schliesslich findest du ja an jeder Ecke ein Geschäft, das diese herrlich bunten Hobby-Spielbank-Accessoires anbietet - jedoch hatte ich bisher noch nicht den richtigen Bezug dazu gefunden. Zugegeben, mit meinen Kartenspiel-Kenntnissen geht es über Mau-Mau nicht hinaus und Begriffe wie „Overpair“, „Ax“ oder „Treys“ kommen mir mehr als spanisch vor. Bei näherer Betrachtung kamen mir diese Poker-Faces (mit ihren zugegeben billigen Party-Fummeln) nicht wirklich nachahmenswert vor. Vielmehr arbeitete mein Hirn an einer Rechtfertigung der Tatsache, dass ein – für mich immer noch Glücksspiel-Charakter habendes – Gesellschaftsspiel als „Sport“ bezeichnet werden darf. Wenn dem so ist, warum sollte dann nicht auch mein - seit meiner frühesten Kindheit so geliebtes MONOPOLY - eine „Sportart“ sein, die ich mit Hingabe praktizieren kann, um meiner Hausärztin wenigstens einen kleinen Gefallen zu tun, wenn es schon mit der Aufgabe des Rauchens nicht klappt?! Angeregt von solch massivem Ehrgeiz setzte ich mich die letzten Wochen in meinen Hobby-Keller und bastelte, was Schere, Klebstoff und Plakafarben hergaben. Herausgekommen ist ein Proto-Typ des homosexuellen Berlin-Monopolys.

Speichert euch das Bild und ab in den nächsten Plotter-Shop und dann lasst eurer Phantasie freien Lauf. Ladet euch nette Gäste ein, dekoriert eure Wohnung um und richtet in hermanesker Manier ein leckeres Buffet her. Wer keine schöne Wohnung hat und bei wem auch ein Umdekorieren nicht viel bringen würde, dem kann ich anbieten, mit mir in sehr heimeliger Atmosphäre am Nikolaus-Abend (06. Dezember) in der BarbieBar und in netter Gesellschaft zu spielen. Hierzu benötige ich aber eine Zusage an glosse@barbiebar.de, um genügend Glühwein und Spekulatius zu besorgen.
Zum ersten Schluss noch was zum Lachen:
Ruft eine Frau ihre Nachbarin an: “Ihre Katze hat meinen Rottweiler umgebracht!“ Darauf die andere Nachbarin: „Waaaaas?! Mein kleines Kätzchen? Wie soll es das denn gemacht haben?“ Die Frau: „Er ist daran erstickt!!!“

Zum zweiten Schluss noch was nostalgisches:
http://www.youtube.com/watch?v=VXDVBoEtm_A
Habt einen schönen Herbst und achtet auf eure Handtaschen. Eure Linda von Tennstaedt